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Bipolare Störung

30. November 2023

Die bipolare Störung ist eine komplexe psychische Erkrankung, die sich durch extreme Schwankungen in der Stimmung und dem Energielevel der betroffenen Person auszeichnet. Früher als manisch-depressive Erkrankung bekannt, besteht sie aus zwei Hauptphasen: der manischen Phase und der depressiven Phase.

In der manischen Phase erleben die Betroffenen eine gesteigerte Energie, einen übermäßigen Enthusiasmus und impulsives Verhalten. Sie können wenig Schlaf benötigen, eine gesteigerte Redegewandtheit zeigen und ein übersteigertes Selbstwertgefühl haben. Dieser Zustand kann zu riskantem Verhalten und Schwierigkeiten bei der Alltagsbewältigung führen. Auf der anderen Seite steht die depressive Phase, die von tiefer Traurigkeit, Energielosigkeit, Schlafstörungen und einem starken Verlust an Interesse oder Freude an Aktivitäten begleitet wird. Die genauen Ursachen der bipolaren Störung sind noch nicht vollständig verstanden. Es wird jedoch angenommen, dass genetische Faktoren, neurobiologische Veränderungen im Gehirn und Umweltfaktoren wie traumatische Erlebnisse eine Rolle spielen können. Die Erkrankung tritt oft im späten Jugend- oder frühen Erwachsenenalter auf. Die Behandlung umfasst in der Regel eine Kombination aus medikamentösen Ansätzen und psychotherapeutischer Unterstützung. Stimmungsstabilisierende Medikamente wie Lithium werden häufig verschrieben, um sowohl manische als auch depressive Episoden zu kontrollieren. Psychotherapeutische Interventionen, wie kognitive Verhaltenstherapie, können dabei helfen, Bewältigungsstrategien zu entwickeln und den Umgang mit den Herausforderungen der Erkrankung zu erleichtern. Es ist entscheidend, die bipolare Störung frühzeitig zu diagnostizieren und zu behandeln, um das Risiko von Komplikationen zu verringern. Menschen, die Anzeichen dieser Erkrankung bei sich oder anderen feststellen, sollten professionelle Hilfe suchen, um eine angemessene Unterstützung und Behandlung zu erhalten.